Wittlich : la synagogue
L’édifice de l’ancienne synagogue de Wittlich sert aujourd’hui de lieu de congrès et de culture. En 1988, à l’occasion des 50 ans des pogroms de novembre 1938, un groupe de travail s’est formé, dans lequel des citoyennes et citoyens de Wittlich ont entamé des étapes importantes du travail de mémoire et de commémoration. Lors de la visite de survivantes et survivants de l’ancienne communauté en 1991, l’exposition qui s’y trouvait a été modifiée. Elle a été entièrement remodelée en 2022 et informe les visiteuses et visiteurs au sujet de l’histoire juive de Wittlich sur trois étages.
Au début du XXe siècle, la communauté juive de Wittlich comptait plus de 250 membres, qui se groupaient dans leurs propres organisations, mais qui étaient également souvent intégrés dans des associations civiles. Une césure importante a été vécue par les familles juives de Wittlich sous le régime national-socialiste le 1er avril 1933, lorsque ce dernier a appelé au boycottage des magasins juifs et que des diffamations des juives et juifs ont eu lieu dans les rues de Wittlich. Leur exclusion s’est de plus en plus radicalisée, c’est ainsi que, lors des violences des pogroms de novembre, l’intérieur de la synagogue a été ravagé et détruit, ses fenêtres ont été fracassées et seulement un rouleau de la Torah et peu d’autres vestiges ont pu être sauvés de la destruction. Ceux-ci font aujourd’hui partie de l’exposition. La vente de la synagogue à la ville de Wittlich pour environ 600 reichsmark peut être considérée comme un acte de prétendue « aryanisation », dépossession écartant les juives et juifs de la vie (économique) au profit de la « race aryenne » présumée et promue par les nationaux-socialistes. Le dernier professeur de l’école juive, David Hartmann, qui célébrait aussi les offices religieux, a émigré peu après – la vie dans la communauté s’est alors arrêtée.
Adresse
Himmeroder Straße 44 54516 WittlichPlan d'accès
Anreise mit dem Auto:
Die Synagoge liegt im Nord-Westen der Stadt. Wittlich liegt an der A 1 und der L 49. Ein großer Parkplatz Zentrum Wittlichs liegt ca. 500m (ca. 7 Minuten zu Fuß) entfernt.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Der nächstgelegene Bahnhof ist Wittlich Hauptbahnhof. Von dort gibt es eine Busverbindung nach Wittlich ZOB. Dieser liegt ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt von der Synagoge.
Conseils pratiques
- Entrée gratuite
- Visiteurs individuels
- Exposition permanente
- Offres éducatives (ateliers)
- Visites guidées/offres pour les classes
- Visites guidées
- Groupes
- Anbindung an den ÖPNV
Dates récurrentes
- Schweigekreis zum Gedenken an die Grausamkeiten der Reichspogromnacht auf dem Marktplatz und künstlerische Veranstaltung in der Synagoge
- Anlässlich des Tages des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus jährlich wissenschaftlicher Vortrag zu einer bestimmten Opfergruppe
Liens complémentaires
- Kultur- und Tagungsstätte Synagoge
Informationen zur Synagoge auf der Homepage der Stadt sowie weiterführende Links. - Arbeitskreis Jüdische Gemeinde Wittlich
Die Homepage des Arbeitskreises Jüdische Gemeinde Wittlich enthält Informationen zu Menschen, Stadt und Region, Schule, Handel/Gewerbe, Synagogen, zur Geschichte der dortigen jüdischen Gemeinde und Literaturverweise sowie Informationen zu Veranstaltungen des Arbeitskreises und der Erinnerungsarbeit heute mit Fokus auf inklusive und exklusive Aspekte des NS-Regimes. - Alemannia Judaica Synagoge Wittlich
Sammlung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Wittlich und zur Synagoge mit Fotos und Quellenfragmenten, zudem Informationen zur Erinnerungs- und Gedenkarbeit vor Ort und deren Entwicklung. - Emil-Frank-Institut
Website des Emil-Frank-Institutes mit Informationen zu dessen Arbeit sowie u.a. zu pädagogischen Angeboten für Schulklassen und Interessierte zum Thema „Jüdisches Leben in Wittlich“ sowie Informationen zur Unterstützung und Koordination lokaler Initiativen. - Jüdische Gemeinde Wittlich/Eifel
Informationssammlung zur jüdischen Gemeinde in Wittlich inklusive Literaturverzeichnis. - Erinnerungsatlas der Großregion – Gedenktafel an der Synagoge Wittlich
Eine Website des Arbeitskreises „Erinnerung in der Großregion“. - Jewish Places – Jüdisches Leben in Wittlich
Eintrag über jüdisches Leben in Wittlich auf der Website Jewish-Places.de, die sich als Netzwerkprojekt versteht.
Vidéos
- Emil-Frank-Institut: Synagoge Wittlich Ständige Ausstellung „Jüdisches Leben in Wittlich“
Anlässlich der Neueröffnung der Dauerausstellung im Jahr 2022 wurde ein virtueller zehnminütiger Rundgang durch die Ausstellung verfilmt, der musikalisch untermalt, jedoch nicht kommentiert ist.
- Emil-Frank-Institut: Arbeitskreis Jüdische Gemeinde Wittlich
Knapp siebenminütiges Informationsvideo zur Gründung des Arbeitskreises Jüdische Gemeinde Wittlich und den Anstößen zur Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte vor Ort und explizit der Zeit des Nationalsozialismus.
- Emil-Frank-Institut: Wer war Emil Frank?
Knapp dreiminütiges Informationsvideo zu Emil Frank, der ehemalige Vorsteher der jüdischen Gemeinde Wittlich, der 1941 in die USA floh.
- Volksfreund TV: 100 Jahre Synagoge Wittlich
Knapp zweiminütiges Video über das 100-jährige Jubiläum der Synagoge Wittlich von 2010.
- Stadtmuseum Simeonstift Trier: René Richtscheid M.A.: Synagoge Wittlich – Orte jüdischen Lebens in Trier
Knapp fünfminütiges Video, in dem René Richtscheid M.A. Informationen zur Geschichte der Wittlicher Synagoge präsentiert.
Autres offres numériques
- Christian Thome/Trierischer Volksfreund: Der Tag, der Wittlich veränderte
Zeitungsartikel im "Trierischer Volksfreund" über den Boykott jüdischer Geschäfte vom 01. April 1933.
- AK Jüdische Gemeinde Wittlich : Juden in Wittlich – Informationen und Hintergründe zur ehemaligen jüdischen Gemeinde
Homepage des AK Jüdische Gemeinde Wittlich, Informationsaufbereitung gleicht einer digitalen Ausstellung.
Publications
- Franz-Josef Schmit (2022): „Nichts gehört der Vergangenheit an…“ Beiträge zum Nationalsozialismus in Wittlich
Aktuelle Beiträge zum Nationalsozialismus in Wittlich, die vermehrt aus alltags- und sozialgeschichtlicher Perspektive nach Täterinnen und Tätern sowie Opfern des Nationalsozialismus in der Kleinstadt Wittlich fragen und den Nationalsozialismus als System mit gesamtgesellschaftlicher Tiefenwirkung, exklusiven und inklusiven Aspekten begreifen. Weitere Teilkapitel widmen sich den Themen Jugend im Nationalsozialismus, den Novemberpogromen 1938 in Wittlich und der lokalen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Erinnerung seit 1945.
- Franz-Josef Schmit (2016): Spätes Erinnern. Ein Lesebuch zu Verfolgten und Opfern der NS-Diktatur aus Wittlich und Umgebung
Das Buch porträtiert Opferbiographien von Verfolgten der NS-Diktatur aus Wittlich und Umgebung.
- Franz-Josef Schmit (2013): Novemberpogrom 1938: Ablauf – Hintergründe – offene Fragen – juristische Aufarbeitung
Informationen zum Novemberpogrom 1938 in Wittlich und der juristischen Auseinandersetzung damit.
- Maria Wein-Mehs (1996): Juden in Wittlich 1808 – 1942
Geschichte jüdischer Bürgerinnen und Bürger Wittlichs im 19. und 20. Jahrhundert.
- Michael Wildt (2022): Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918 – 1945
Kapitel 7: Nationalsozialistische Machteroberung. Wittlich 1933.
- Reinhold Bohlen (Hrsg.) (2010): 100 Jahre Synagoge Wittlich. Festschrift
Enthält Essays zu architektonischen, liturgischen und historischen Aspekten des Synagogengebäudes, sowie eine Dokumentation der Ausstellung (Stand 2010) inklusive eines Audioguidetextes für Kinder und Zeitzeugenberichten zur Wittlicher Synagoge, zudem Auswahl-Bibliographie zur Synagoge von 1910 in Wittlich.
- Franz-Josef Schmit: Vertriebene sind wir, Verbannte. Portraits fünf deutsch-jüdischer Juristen aus Wittlich
Aufarbeitung von Einzelbiographien jüdischer Juristen aus Wittlich.
Livres numériques
- Christina Bents/Trierischer Volksfreund: Ein Bollwerk gegen den Antisemitismus
Zeitungsartikel im "Trierischen Volksfreund" aus dem Jahr 2022 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Emil-Frank-Institutes.
- Marek Fritzen/Trierischer Volksfreund: „Nichts gehört der Vergangenheit an“
Zeitungsartikel aus dem "Trierischen Volksfreund" aus dem Jahr 2022 zur Buchbesprechung des zeithistorischen Werks von Franz-Josef Schmit.