Mayence : la statue « Diffamiert »
La statue « Diffamiert » à Mayence rend hommage aux personnes sans abri et marginalisées catégorisées comme « asociales » et persécutées durant le régime national-socialiste. Nombre d’entre elle furent privées de droits, forcées d’intégrer des institutions de travail ou déportées vers des camps de concentration. Leur histoire a longtemps été ignorée et n’a été incluse dans la mémoire collective qu’au cours de ces dernières années. Ce n’est qu’en 2020 que le Parlement allemand a reconnu ces personnes jugées « asociales » ou comme « criminels professionnels » en tant que victimes officielles du régime national-socialiste.
Inaugurée en 2025, la statue est située à proximité du Parlement régional de la Rhénanie-Palatinat. Le projet fut notamment lancé par le médecin social et docteur Gerhard Trabert de Mayence, impliqué depuis de nombreuses années en faveur des personnes sans abri et socialement défavorisées. Érigée en hommage aux victimes des persécutions du régime national-socialiste, cette statue attire également l’attention sur les formes actuelles de marginalisation sociale.
Lieu de mémoire public, elle fait le lien entre analyse historique et thèmes sociaux actuels et invite les passantes et passants à se questionner sur la dignité humaine, l’intégration sociale et la responsabilité au sein d’une société démocratique.
Adresse
Petersplatz (nahe Landtag Rheinland-Pfalz) Neben Große Bleiche 60-62 55116 MainzPlan d'accès
Anreise mit dem Auto: Mainz ist über die Autobahnen A60, A63 und A66 erreichbar. Parkmöglichkeiten bestehen in den Parkhäusern der Innenstadt nahe Ernst-Ludwig-Platz und Rheinufer; von dort kurzer Fußweg zum Denkmal.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Mainzer Hauptbahnhof bestehen zahlreiche Busverbindungen in Richtung Innenstadt bis zu den Haltestellen Landtag oder Bauhofstraße/Landesmuseum; von dort wenige Gehminuten zum Denkmal.
Conseils pratiques
- Entrée gratuite
- Accessible à tous
- Accès libre
- Offre en plein air/à ciel ouvert
- Visiteurs individuels
- Groupes
- Anbindung an den ÖPNV
Dates récurrentes
- Beginn der Aktion "Arbeitsscheu Reich" gegen als "asozial" eingestufte Menschen, dies betraf auch wohnungslose Menschen.
- Internationaler Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
- Einweihung des Denkmals „Diffamiert“ in Mainz
Liens complémentaires
- SWR Aktuell – Denkmal für obdachlose Menschen während der NS-Zeit
Zeitungsartikel mit Hintergrund zur Errichtung, Bedeutung und Initiatoren des Denkmals „Diffamiert“. - Landeshauptstadt Mainz – Pressemeldung zum Denkmal „Diffamiert“
Offizielle Pressemitteilung der Stadt Mainz zur Errichtung und Bedeutung des Mahnmals für obdachlose Menschen. - FAZ – Mahnung mitten in Mainz: Kunstwerk soll wohnungslose Menschen sichtbar machen
Zeitungsartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Denkmal „Diffamiert“ in Mainz und seine Bedeutung als Erinnerungsort an die Verfolgung obdachloser Menschen in der NS-Zeit. - Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.
Der Verein war maßgeblich an der Aufstellung des Denkmals beteiligt. - Verleugnete NS-Opfer: Das Schicksal der „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“
Artikel über die Opfergruppen der "Asozialen" und "Berufsverbrecher" des "SWR" mit sechsminütigem Video über Alfons Ludwig Ims, dessen Eltern und Geschwister in der NS-Zeit sozialrassistisch verfolgt wurden.
Vidéos
- Landtag Rheinland-Pfalz: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus | Gedenkveranstaltung des Landtags RLP
Gedenksitzung des Landtags Rheinland-Pfalz vom 27. Januar 2024. Die Veranstaltung gedachte den im Nationalsozialismus als sog. „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ Verfolgten.
- Süddeutsche Zeitung: Warum der Ausdruck “asozial” problematisch ist
Knapp zweiminütiges Video, das die historische Verwendung des Begriffs „asozial“ in NS- und SED-Diktatur und dessen diskriminierende und abwertende Färbung erläutert, u.a. Verweis auf die Aktion „Arbeitsscheu Reich“.
- Hamburger Institut für Sozialforschung: Julia Hörath: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933-2018
Buchvorstellung und Diskussion zum Werk von Julia Hörath im Hamburger Institut für Sozialforschung.
- GräberfeldX_Tübingen: Jens Kolata (M. A.) Die Verfolgung von ‚Asozialen‘ im NS in Württemberg und Hohenzollern
Vortrag von Jens Kolata (Frankfurt am Main).
- Ninohaase & stadt_mainz: Instagram – Account der Stadt Mainz
Kurzes Instagram Reel der Landeshauptstadt Mainz zur Einweihung des Denkmals.
Fichiers audios
- SWR 2 Wissen, Peter Bratenstein: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ – Die verleugneten Nazi-Opfer
Podcast-Folge von SWR2-Wissen und ergänzender Artikel, beides über den Link abrufbar.
Autres offres numériques
- Sebastian Senger: „Asoziale Volksgenossen“
Ausstellungsposter aus der Ausstellung zu Neustadt an der Weinstraße im Nationalsozialismus, welches das Schicksal der als „asozial“ Gebrandmarkten beleuchtet.
- Neustadt-und-nationalsozialismus.uni-mainz.de: Sozialrassistische Verfolgung
Kapitel im digitalen Schulbuch zu Neustadt an der Weinstraße im Nationalsozialismus, Kapitel „Die Volksgemeinschaft und die ‚Anderen‘“, 2. Sozialrassistische Verfolgung.
- Miriam Breß: „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“
Neustadt im Nationalsozialismus - Lexikoneintrag zum Thema.
Publications
- Julia Hörath (2017): „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938
Aktuelle Studie zu den als „asozial“ Verfolgten.
- Miriam Breß (2020): „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“. Die sozialrassistische und „kriminalpräventive“ Verfolgung
Studie mit regionalgeschichtlichem Schwerpunkt auf Neustadt an der Weinstraße und die Aussonderung von „Asozialen“ aus der Volksgemeinschaft, erschienen in: Volksgemeinschaft in der Gauhauptstadt. Neustadt an der Weinstraße und der Nationalsozialismus. Münster 2020 (hrsg. v. Markus Raasch, S. 475-493).
- Wolfgang Ayass (1995): „Asoziale“ im Nationalsozialismus
Studie zur sozialrassistischen Verfolgung.
- Anne Allex (Hrsg.) (2017): Sozialrassistische Verfolgung im deutschen Faschismus. Kinder, Jugendliche, Frauen als sogenannte „Asoziale“. Schwierigkeiten beim Gedenken
Sammelband mit Beiträgen zur „Asozialenverfolgung“ vom Kaiserreich bis über den Nationalsozialismus hinaus.
- Dietmar Sedlaczek (Hrsg.) (2005): „minderwertig“ und „asozial“. Stationen der Verfolgung gesellschaftlicher Aussenseiter
Sammelband mit Beiträgen zu „Asozialität“ gestern und heute, in Deutschland und der Schweiz, „Wiedergutmachung“ und kulturhistorische Perspektiven auf den Begriff der „deutschen Arbeit“.
- Helga Amesberger, Judith Goetz, Brigitte Halbmayr, Dirk Lange (Hrsg.) (2021): Kontinuitäten der Stigmatisierung von „Asozialität“. Perspektiven gesellschaftskritischer Politischer Bildung
Historische Hintergründe zum Thema „Asozialität“ und Antiziganismus und heutige Stigmatisierung von „Asozialität“ im Kontext gesellschaftskritischer Politischer Bildung, zudem Anregungen für die Unterrichtsgestaltung.