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Memorator - ort

Memorator

Saarbrücken: Mahnmal "Nachhall"

Das im November 2024 in Saarbrücken eingeweihte Denkmal „Nachhall“ geht auf die Initiative des Landesverbandes Deutscher Sinti & Roma Saarland zurück. Die begehbare, interaktive Klangskulptur im Echelmeyer-Park entstand zum Gedenken an die Sinti und Roma, die im früheren Saargebiet lebten und in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.

Das Mahnmal © LpB Saarland - 2024 Saarbrücken Mahnmal "Nachhall"

Die Landeshauptstadt Saarbrücken schuf 2024 mit dem Mahnmal „Nachhall“ auf Initiative des Landesverbandes der Deutschen Sinti und Roma Saarland e.V. im Echelmeyer-Park im Stadtteil St. Johann einen künstlerisch gestalteten Ort zum Gedenken an die Verfolgung und Ermordung der im früheren Saargebiet bis 1935 lebenden Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Das Mahnmal steht in der Mitte eines kreisförmigen Platzes. Drei halbrund geformte, unterschiedlich große Bronzeblöcke umgeben eine leere Mitte. Der Entwurf der Saarbrücker Klangkünstlerin Frauke Eckhardt symbolisiert mit der eingefassten Leerstelle den erlittenen Verlust eines geliebten Familienangehörigen, seiner Stimme und zugleich der gemeinsam gelebten kulturellen Identität als Minderheit. Das Zentrum des Mahnmals markiert ein interaktives Element. So sind im Bodenbelag QR-Codes eingelassen. Sie können mit einem Smartphon gescannt werden. Auf diese Weise öffnet sich ein Klangraum, in dem sich Geigentöne mit den Klängen der städtischen Umgebung und der Natur verbinden.
Das Mahnmal steht in unmittelbarer Nähe der katholischen Kirche St. Michael. Dort war Pfarrer Arnold Fortuin (1900-1970) von 1927 bis 1933 als Kaplan tätig. Dieser erlangte später bundesweite Bekanntheit als Seelsorger der Sinti und Roma. Er betreute in seiner Saarbrücker Gemeinde Sinti- und Roma-Familien und gründete 1932 gemeinsam mit einem Freund, dem Sinto Franz Lehmann Kimeling, für dessen Kinder im Pfarrhaus eine geheime Schule. Durch die so entstandenen Kontakte wandten sich hilfesuchend weitere, während der Zeit des Nationalsozialismus bedrohte Sinti und Roma an ihn. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich für deren Entschädigung ein. Die Deutsche Bischofskonferenz berief ihn zum Nationaldirektor der „Katholischen Seelsorge für Roma, Sinti und verwandten Gruppen“ in den Jahren von 1965 bis 1970.

Adresse

Echelmeyerpark Schumannstraße 66111 Saarbrücken

Anfahrt

Das Mahnmal ist über die Richard-Wagner-Straße über die Rotenberg-Treppe, die Schumann und von Norden über die Brauerstraße zu erreichen. Die nächstgelegene Bushaltestelle ist "Deutsche Rentenversicherung"

Praktische Hinweise

  •  Freier Eintritt
  •  Frei zugänglich
  •  Open-air/Freiluftangebot
  •  Einzelbesucher
  •  Gruppen
  •  Anbindung an den ÖPNV
  •  Barrierefrei

Wiederkehrende Termine

  • 2. August Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

Weiterführende Links

Videos

Audios

Publikationen

  • Franz Josef Schäfer: Arnold Fortuin

    Publikation über den Pfarrer Arnold Fortuin und seine Bedeutung für die Rettung von im Nationalsozialismus verfolgten Sinti und Roma sowie nach 1945. Zudem beschäftigt sich das Buch mit Verfolgung der Sinti und Roma im Saarland. Saarbrücken 2022.

E-Books

  • Netzwerk für Demorkatie und Courage (NDC) e.V. Saar: Lass uns reden über Antiziganismus

    Ein Jugendforum zur Auseinandersetzung mit einem verbreiteten Phänomen. 

  • Jan Opiélka, Ulrike Peters, Felicitas Schlösser: Roma und Sinti.

    Unter uns und doch anders. Ein Ausstellungsbegleiter. Katholische Seelsorge für Sinti, Roma und verwandte Gruppen herausgegeben von der Deutschen Bischofskonferenz. Bonn 2022

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