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Memorator - ort

Memorator

Sankt Wendel: Denkmal "Wider das Vergessen" für NS-Opfer

Das 2024 eingeweihte Denkmal besteht aus drei, zwei Meter hohen, schwarzen Granitblöcken, die ein Tor bilden. Darin sind die Namen von 32 im Nationalsozialismus ermordeten Jüdinnen und Juden aus Sankt Wendel sowie weitere Namen von Opfern der Euthanasiemorde, der Verfolgung von Sinti und Roma, der Verfolgung von Homosexuellen sowie Widerstandskämpfern im Nationalsozialismus aus der Stadt und dem Landkreis Sankt Wendel eingeschrieben. 

Das Mahnmal © Sabine Graf, LpB Saarland - 2025 Sankt Wendel Mahnmal Frontansicht

Auf Initiative des Vereins „Wider das Vergessen und gegen Rassismus“ e.V. Marpingen entwarf der Bildhauer Gerd Kraushaar aus Sankt Wendel-Hoof ein Denkmal zur Erinnerung an die NS-Opfer aus der Stadt und dem Landkreis Sankt Wendel. Das 2024 eingeweihte Denkmal „Wider das Vergessen“ besteht aus drei, zwei Meter hohen schwarzen Granitblöcken, die ein Tor bilden. Der geschaffene Ort dient dem namentlichen Erinnern. Die Namen von 32 Jüdinnen und Juden aus Sankt Wendel, die Opfer der Shoah wurden, sind auf die Seiten der Granitblöcke geschrieben. Ebenso wird auf diese Weise des im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Widerständigen Alois Kunz aus Marpingen, des als Homosexuellen verfolgten und im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordeten Johann Adam Huber aus Urexweiler sowie der ebenfalls aus Urexweiler stammenden drei Sinti-Kindern Peter, Maria und Eva Weiß gedacht, die in Auschwitz ermordet wurden. Auf der Innenseite der Tore ist ein Gebet der Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück eingeschrieben.  Dazu kommen Fotografien aus dem jüdischen Leben der Kreisstadt Sankt Wendel bis in das Jahr 1933. Am Standort des Mahnmals vor der Evangelischen Stadtkirche Sankt Wendel finden sich QR-Codes, die weiterführende Informationen zur NS-Zeit in Sankt Wendel und zu den Opferbiographien bieten. Das Mahnmal ist eine weitere Station des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in Sankt Wendel. Auf Initiative des Vereins „Wider das Vergessen und gegen Rassismus“ e.V. Marpingen wurden bereits in den Jahren 2011 und 2012 20 Stolpersteine verlegt. 2016 kam eine Gedenkstele am Standort der ehemaligen Synagoge in Sankt Wendel in der Kelsweilerstraße 16 hinzu.

Adresse

Beethovenstraße 1/Vorplatz Ev. Stadtkirche 66606 Sankt Wendel

Anfahrt

Mit dem Pkw:
Aus Richtung Saarbrücken über die Autobahn 623 und Autobahn 8, Abfahrt Neunkirchen-Oberstadt. Dann über die B 41 Richtung Sankt Wendel, Abfahrt Sankt Wendel-City.
Aus Richtung Nohfelden über die Autobahn 61, Abfahrt Sankt Wendel. Dann über die B 41 Richtung Sankt Wendel, Abfahrt Sankt Wendel-City.

Mit der Deutschen Bahn:
Zug RB 73, RE 3 bis Bahnhof Sankt Wendel. Von dort gerade aus entlang der Bahnhofstraße bis zur Evangelischen Stadtkirche. 

Praktische Hinweise

  •  Freier Eintritt
  •  Barrierefrei
  •  Frei zugänglich
  •  Open-air/Freiluftangebot
  •  Einzelbesucher
  •  Gruppen
  •  Führungen
  •  Bildungsangebote (Workshops)
  •  Führungen/Angebote für Schulklassen
  •  Anbindung an den ÖPNV

Wiederkehrende Termine

  • 8. Mai Ende des Zweiten Weltkriegs und Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 1945
  • 27. Januar Gedenktag an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945
  • 9. November Gedenktag an die Pogrome vom 9. November 1938

Weiterführende Links

  • Kunstlexikon Saar
    Das Kunstlexikon Saar im Internet informiert über Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Dazu zält auch das Denkmal "Wider das Vergessen" für NS-Opfer in Sankt Wendel.
  • Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum.
    Die Internetseite informiert ausführlich über das jüdische Leben in Sankt Wendel, über die Verfolgung von Jüdinnen und Juden aus Sankt Wendel im Nationalsozialismus sowie über Formen des Gedenkens an jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Sankt Wendel.
  • Alemannia Judaica
    Die Internetseite Alemannia Judaica dokumentiert die Geschichte der jüdischen Gemeinde Sankt Wendel seit dem 14. Jahrhundert und die Geschichte der Sankt Wendeler Synagoge.
  • Kunstlexikon Saar: Erinnerungsstele am Standort der ehemaligen Synagoge Sankt Wendel
    Das Kunstlexikon Saar im Internet dokumentiert die Kunst im öffentlichen Raum im Saarland. Dazu zählen auch Mahn- und Denkmäler an die Opfer des Nationalsozialismus
  • Adolf Bender-Zentrum Sankt Wendel
    Das Adolf Bender-Zentrum ist ein wichtiger Akteur in der Demokratie-, Menschenrechts- und Erinnerungspädagogik. Das Adolf Bender-Zentrum bietet dazu Workshops für Schulen und Gruppen an.

Videos

Publikationen

  • Klaus Brill, Inge Plettenberg, Bernhard W. Planz, Klaus Zimmer: Die Nazis aus der Nähe

    Die Nazis aus der Nähe. Spurensuche im Sankt Wendeler Land. Herausgegeben von Klaus Brill, Bernhard W. Planz, Inge Plettenberg, Klaus Zimmer. Marpingen, 2014.

  • Eva Tigmann, Michael Landau: Unsere vergessenen Nachbarn

    Unsere vergessenen Nachbarn. Jüdisches Gemeindeleben auf dem Land. St. Ingbert 2010.

E-Books

  • Eberhard Wagner: Das alternative Heimatbuch → Ebook-Datei fehlt!

    Marpingen und der Landkreis Sankt Wendel unter dem Hakenkreuz (2008).

  • Eberhard Wagner: Saarbrücker Hefte, Heft 129, 2024 → Ebook-Datei fehlt!

    Gedenkstätte eingeweiht.

  • Aktion 3. Welt Saar: Gegen das Vergessen → Ebook-Datei fehlt!

    Orte des Terrors und Widerstand im Landkreis Sankt Wendel. Losheim 2015.

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