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Memorator - ort

Memorator

Wadgassen: Deutsches Zeitungsmuseum

Das Deutsche Zeitungsmuseum wurde 2004 im ehemaligen Abteihof der Prämonstratenser-Abtei St. Maria (1135-1792) in Wadgassen eröffnet. Die Abkürzung „DZM“ steht für das Leitbild des Hauses: Demokratie – Zeitgeschichte – Medien(kompetenz). Das Museum dokumentiert nicht nur die Entwicklung der Printmedien sowie die Geschichte der Presse- und Meinungsfreiheit anhand aussagekräftiger Objekte und Dokumente. Es versteht sich mit seiner einfallsreich inszenierten Dauerausstellung und seinen generationenübergreifenden Angeboten vom Druck-Workshop bis zur Comic-Werkstatt auch als außerschulischer Lernort.

 

Ansicht des Deutschen Zeitungsmuseums Wadgassen von der Saarstraße aus.© Deutsches Zeitungsmuseum (DZM), Tom Gundelwein - 2004: Wadgassen Deutsches Zeitungmuseum-Frontansicht. Foto: DZM, Tom Gundelwein

Das Deutsche Zeitungsmuseum wurde 2004 im ehemaligen Abteihof der Prämonstratenser-Abtei St. Maria (1135-1792) in Wadgassen eröffnet. Die Abtei war ein bedeutendes geistliches und wirtschaftliches Zentrum während der Zeit der Renaissance. Die Französische Revolution setzte dem ein Ende. Die Gebäude verfielen, bis 1843 das Unternehmen Villeroy & Boch in den Gebäuden eine Cristallerie errichtete. Deren Betrieb wurde Mitte der 1980er Jahre eingestellt. Das zur Abtei gehörende Wirtschaftsgebäude blieb erhalten und wurde Anfang der 1990er Jahre saniert. Es existierten damals mehrere Nutzungskonzepte für den Ort, der schließlich Standort des Deutschen Zeitungsmuseum, kurz zum „DZM“ wurde.
Die Abkürzung „DZM“ verweist auf die drei tragenden Säulen des Hauses: Demokratie – Zeitgeschichte – Medien(kompetenz). Das Museum dokumentiert nicht nur für die Entwicklung der Printmedien sowie der Presse- und Meinungsfreiheit anhand aussagekräftiger Objekte und Dokumente. Es versteht sich mit seiner einfallsreich inszenierten Dauerausstellung zur Geschichte des Zeitungswesens und der damit verbundenen Presse- und Meinungsfreiheit von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart als ein Ort der Demokratiegeschichte. Zudem empfiehlt sich das DZM mit seinen generationenübergreifenden Angeboten vom Druck-Workshop bis zur Comic-Werkstatt  auch als außerschulischer Lernort. Sonderausstellungen begleiten und ergänzen dabei die zentralen Themen des Museums. 2016 erwarb das DZM eine Lutherbibel aus dem Jahr 1560. Außerdem verwahrt es mit 800 Blättern einen großen Teil des Nachlasses des Karikaturisten Hans-Georg Rauch (1939-1993). Dieser war vor allem durch seine Arbeiten für die Wochenzeitung „Die Zeit“ bekannt geworden.  

 

 

Adresse

Am Abteihof 1 66787 Wadgassen

Anfahrt

Mit dem Pkw: Autobahn 620, Abfahrt Wadgassen.
Mit der Deutschen Bahn: RB 70, RB 71 bis Bahnhof Bous. Von dort Fußweg zum Deutschen Zeitungsmuseum von zehn Minuten. Vom Bahnhof aus die Brücke rechts über die Saar nehmen in Richtung Wadgassen. Das Museum liegt am Ortseingang auf der rechten Seite.  

Praktische Hinweise

  •  Barrierefrei
  •  Einzelbesucher
  •  Gruppen
  •  Führungen
  •  Führungen/Angebote für Schulklassen
  •  Bildungsangebote (Workshops)
  •  Dauerausstellung
  •  Sonderausstellung
  •  Anbindung an den ÖPNV

Weiterführende Links

  • Saarland-Lese

    Informationen über sehenswerte Orte im Saarland

  • Europäische Route der Industriekultur (ERIH)

    Die Europäische Route der Industriekultur führt durch verschiedenen Themenrouten und Regionen Europa. Eine Themenroute in der Region Saar-Lor-Lux führt zu den Orten der Kommunikation, wozu Papiermühlen, Druckereien und daher auch das Deutsche Zeitungsmuseum gehören. 

  • Angebote des DZM für Kindertagesstätten

    Entdeckungstouren rund um die Themen Schrift und Papier und das Briefe versenden am historischen Postschalter mit selbst hergestellten Stempeln und Briefmarken.

  • Angebote des DZM für Schulen

    Angebote zum Papierherstellen, Setzen und Drucken, Bücherbinden, Geheimschriften und Lesezeichen herstellen.

  • Angebote des DZM für Kinder und Familien

    Angebote für Familienführungen und Kindergeburtstagen im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen

  • Angebote des DZM für Erwachsene

    Führungen durch die Dauerausstellung und/oder die aktuelle Dauerausstellung sowie Arbeit in der Druckwerkstatt des Museums an den Druckmaschinen oder Papierschöpfen.

Videos

  • Bernd Philippi/Dieter Geid: Der Schriftsetzer zeigt den Handsatz

    Das Video in Zusammenarbeit des Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen und dem ehemaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) Saarland zeigt wie ein Schriftsetzer arbeitet. Beitrag zeigt exemplarisch die Werkzeuge und die Arbeitsabläufe beim Handsatz. 

  • Bernd Philippi/Dieter Geid: Die Arbeit an der Linotype

    Der Film zeigt exemplarisch die Abläufe bei der Arbeit an der Linotype. Dieser Film ist in Zusammenarbeit des Deutschen Zeitungsmuseums Wadgassen mit dem ehemaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) Saarland entstanden. Die Linotype Setzmaschine wurde 1884 von dem deutschen Uhrmacher Ottmar Mergenthaler konstruiert. Sie ist der gelungene Versuch, den Handsatz zu mechanisieren. Der Beitrag zeigt exemplarisch die Abläufe bei der Arbeit an der Linotype.  

  • Nina Hahnel/Herbert Stang: Die Herstellung von Bleilettern

    Andreas Wengler vom Museum für Druckkunst Leipzig lässt die Kunst und das handwerkliche Genie Johannes Gutenbergs wieder aufleben. Er gießt mit einem Nachbau des gutenbergschen Handgießapparats Bleilettern. Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit des Deutschen Zeitungsmuseums Wadgassen mit dem ehemaligen Institut für Pädagogik und Medien Saarland.

  • Nina Hahnel/Herbert Stang: Die maschinelle Herstellung von Papier

    Seit über 400 Jahren produziert die Papierfabrik Schut (Clairefontaine) hochwertige Papiersorten. Die aktuelle Papiermaschine hat die mühsame und gesundheitsschädliche Handarbeit von Generationen von Papiermachern ersetzt. Bei diesem Papiermaschinenmodell sind die einzelnen Produktionsschritte (Stoffbereitung, Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trocknung, Veredelung) im Gegensatz zur großindustriellen Papierfabrikation sichtbar. Der Film zeigt auch die Weiterverarbeitung (Ausrüstung) zu hochwertigen Endprodukten für den künstlerischen, musealen und geschäftlichen Bereich. Wissen, Können und Erfahrung der Papiermacher im Umgang mit Rohstoffen und Verfahrenstechniken sind auch bei der maschinellen Herstellung unverzichtbar. Dieser Film ist als eine Sonderproduktion des Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen für die Science-Ausstellung Papier 2008 und in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien entstanden.

  • Bernd Philippi/Herbert Stang: Die Herstellung eines Steindrucks (Lithographie)

    „Saxa loquuntur“ – „Steine sprechen“ lautet übersetzt der Wahlspruch der Lithographen und Steindrucker. Die Aufnahmen für den vorliegenden Film entstanden während eines Lithographie-Workshops im November 2005. Der in Zusammenarbeit des Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen mit dem ehemaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) zeigt die wichtigsten Schritte im komplexen Entstehungsprozess einer Lithographie.

  • Bernd Phillippi/Herbert Stang: Wie ein Typograph funktioniert

    Der Typograph wurde von dem Amerikaner John Raphael Rogers entwickelt, Fred E. Bright baute das erste Modell. 1890 kam das erste Exemplar auf den Markt. In Deutschland wurde der Typograph erstmals 1896 auf der Gewerbeausstellung in Berlin vorgestellt. Der in Zusammenarbeit  mit dem Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen und dem ehemaligen Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) Saarland 2009 entstandene Film zeigt den Ablauf des Setz- und Gießvorgangs. 

  • Herbert Mangold/Saarländischer Rundfunk: Was Kinder im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen erleben können.

    Das Magazin des SR-Fernsehen "Wir im Saarland" (WIMS) berichtet über Erlebnisausstellung mit vielen Geheimnissen für Kinder im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen.

Sonstige digitale Angebote

  • Sonstiges digitales Angebot steht nicht auf Status "veröffentlicht".
  • Wilfried Kusterka: Blog zur Druck- und Mediengeschichte

    Erwähnung der Ausstellung "Breaking News. Making News. Faking News" aus dem Jahr 2021 im Deutschen Zeitungsmuseum Wadgassen in dem Blog zur Druck- und Mediengeschichte.

Publikationen

  • Dr. Roger Münch, Dr. Christian Göbel, Dr. Andrea Jahn, Sascha Bosslet M.A. und andere: Breaking News. Making News. Faking News.

    Von Gutenberg zu Trump. Eine medienkritische Ausstellung. (Katalog) Saarbrücken/Wadgassen 2021.

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