Gedenkorte der Kategorie Saarland
Bildstock: Rechtsschutzsaal
Der 1891 erbaute Rechtsschutzsaal in Bildstock ist das älteste Gewerkschaftshaus Deutschlands.
Bildstock: RechtsschutzsaalGonnesweiler: Erinnerungsort Raimund-Hirsch-Platz
Der Platz entstand in Erinnerung an Raimund Hirsch, genannt Remo. Er wurde am 8. September 1934 geboren und lebte in Gonnesweiler. Seine Mutter war Damenschneiderin und führte dort ein Geschäft. Die Familie wurde im April 1942 in den polnischen Distrikt Lublin deportiert. Seitdem gilt die Familie als verschollen. Sie wurde am 31. Dezember 1944 für tot erklärt. Die Großeltern von Raimund...
Gonnesweiler: Erinnerungsort Raimund-Hirsch-PlatzHomburg: Denkmal Freiheitsbrunnen
Der 1992 am Homburger Rondell eingeweihte „Freiheitsbrunnen erinnert an die Bedeutung der Stadt Homburg im Vorfeld des Hambacher Festes von 1832 in Gestalt der beiden Mitorganisatoren des Festes, den „Landcommissär“ (Landrat) Philipp Jakob Siebenpfeiffer und den Journalisten Johann Georg August Wirth.
Homburg: Denkmal FreiheitsbrunnenHomburg: Gedenkstätte Synagoge
Das jüdische Leben in Homburg und damit verbunden die Synagoge wurden durch das Novemberpogrom von 1938 zerstört. Mit der Deportation der verbliebenen Homburger Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs wurde es vollkommen ausgelöscht. Seit 2003 ist die restaurierte Ruine der Synagoge Gedenkstätte.
Homburg: Gedenkstätte SynagogeLebach: Lernort Friedhof
Die Kriegsgräberstätte auf dem Friedhof in Lebach ist seit 2019 ein Lernort für Schulen und Geschichtsinteressierte. Im Zentrum des Lehr- und Informationsangebotes stehen vor Ort und digital auf einer Internetseite das Kriegsgeschehen und die NS-Verbrechen sowie die Zeit unmittelbar nach 1945 anhand ausgewählter Biographien.
Lebach: Lernort FriedhofMerzig: Saarländisches Psychiatriemuseum
Das Saarländische Psychiatriemuseum im Klinikum Merzig wurde 2004 im Dachgeschoss der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik eröffnet. Im Mittelpunkt steht dort die Dauerausstellung „Erinnern als Prozess“ in Gestalt von fünf inszenierten Bildern. Eine Bilderfolge beschäftigt sich mit den Kran kenmorden in der Merziger Heil- und Pflegeanstalt.
Merzig: Saarländisches PsychiatriemuseumOtzenhausen: Europäische Akademie
Die Europäische Akademie Otzenhausen (EAO) ist eine Bildungs- und Begegnungsstätte. Sie wurde im Jahr 1954 zu Zeiten des Saarstaats als Begegnungsstätte für die europäische Jugend gegründet. Heute ist die EAO mit ihrem achteckigen Konferenz- und Tagungszentrum - dem Europaeum - ein freier Träger der politischen Bildung zu den Themenbereichen Europa, Nachhaltige Entwicklung und Rhetorik.
Otzenhausen: Europäische AkademiePerl-Oberleuken: Kriegsgräberstätte
Oberleuken befand sich während des Zweiten Weltkrieges mitten im sogenannten Orscholz-Riegel. Ein Großteil des Dorfes wurde bei den Kämpfen zwischen der Wehrmacht und der US-Armee im Winter 1944/45 zerstört. Daran erinnern eine Kriegsgräberstätte und das „Monument of Peace“.
Perl-Oberleuken: KriegsgräberstätteSaarbrücken: Band der Erinnerung
Das Mahnmal „Band der Erinnerung“ nach einem Entwurf des Duos Mannstein & Vil (Berlin) steht seit September 2022 auf dem Vorplatz der Saarbrücker Synagoge. Die begehbare Skulptur setzt sich aus den Namen der Jüdinnen und Juden der Saarregion zusammen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.
Saarbrücken: Band der ErinnerungSaarbrücken: Ehemalige Französische Botschaft
Das Verwaltungsgebäude mit angeschlossener Botschafterresidenz wurde zwischen 1951 und 1954 in unmittelbarer Nähe der Saar errichtet. Der Entwurf einer Französischen Botschaft des Architekten und Stadtplaners Georges-Henri Pingusson verkörpert von der Fassadengestaltung bis zur Innenausstattung mit Wandteppichen und Ledermöbeln die französische Nachkriegsmoderne. Das nur kurze Zeit als...
Saarbrücken: Ehemalige Französische BotschaftSaarbrücken: Ehrengrab Willi Graf
Auf dem Alten Friedhof St. Johann liegt das Ehrengrab von Willi Graf (1918-1943). Dazu gehört auch ein Gedenkpavillon. Willi Graf wuchs im Saarland auf. Er war Mitglied der katholischen Jugendbewegung und der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ um Hans und Sophie Scholl. Er wurde am 12. Oktober 1943 von den Nationalsozialisten in München-Stadelheim hingerichtet.
Saarbrücken: Ehrengrab Willi GrafSaarbrücken: Erinnerungsort Rabbiner-Rülf-Platz
Der 2013 eingeweihte Platz in der Saarbrücker Innenstadt erinnert an das jüdische Leben und dessen Zerstörung durch die Nationalsozialisten.
Saarbrücken: Erinnerungsort Rabbiner-Rülf-PlatzSaarbrücken: Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm
Das Gestapo-Lager Neue Bremm (1943-1944) hatte mehrere Funktionen: Es war Arbeitserziehungslager für Zwangsarbeitende aus Osteuropa und Durchgangslager für Angehörige des Französischen Widerstands. Zudem war es Haftlager für NS-Gegnerinnen und -gegner aus dem Saarland. Die erste Gedenkstätte von 1947 bezeugt das Deutschlandbild Frankreichs der Nachkriegszeit. Die neugestaltete Gedenkstätte...
Saarbrücken: Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue BremmSaarbrücken: Landtag des Saarlandes
Der Landtag des Saarlandes ist Sitz des saarländischen Landesparlamentes in Saarbrücken. Seit 2021 gehört der Landtag zu den "Orten der Demokratie" in Deutschland.
Saarbrücken: Landtag des SaarlandesSaarbrücken: Mahnmal "Nachhall"
Das im November 2024 in Saarbrücken eingeweihte Denkmal „Nachhall“ geht auf die Initiative des Landesverbandes Deutscher Sinti & Roma Saarland zurück. Die begehbare, interaktive Klangskulptur im Echelmeyer-Park entstand zum Gedenken an die Sinti und Roma, die im früheren Saargebiet lebten und in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.
Saarbrücken: Mahnmal "Nachhall"Saarbrücken: Nußberg-Denkmal
Das Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Saarbrücker Bürger auf dem Saarbrücker Nußberg im Stadtteil Alt-Saarbrücken ist eine bewusst für gro0e Gedenkveranstaltungen geplante Anlage. Sie wurde mit einem Ehrenhof auf einem Plateau 1931 über der Stadt angelegt.
Saarbrücken: Nußberg-DenkmalSaarbrücken: Synagoge
Die Saarbrücker Synagoge wurde 1951 eingeweiht. Sie gehörte zu den ersten Zeugnissen jüdischen Lebens nach der Shoah in Deutschland. Die in den Jahren 1888-1890 im maurischen Stil mit großer Kuppel errichtete Synagoge war bei dem Pogrom vom 9. November 1938 vollkommen zerstört worden. 2022 wurde der Synagogenvorplatz zum „Platz der Erinnerung“. Darauf steht die Skulptur „Band der...
Saarbrücken: SynagogeSankt Wendel: Adolf-Bender-Zentrum
Der Maler Adolf Bender (1903-1997) war in den Jahren 1933 bis 1936 in den Konzentrationslagern Börgermoor und Esterwegen inhaftiert. Die von Adolf Bender geschaffene Folge von 28 Gemälden ist eine künstlerische Verarbeitung seines Schicksals als Häftling in einem frühen Konzentrationslager.
Sankt Wendel: Adolf-Bender-ZentrumSankt Wendel: Denkmal "Wider das Vergessen" für NS-Opfer
Das 2024 eingeweihte Denkmal besteht aus drei, zwei Meter hohen, schwarzen Granitblöcken, die ein Tor bilden. Darin sind die Namen von 32 im Nationalsozialismus ermordeten Jüdinnen und Juden aus Sankt Wendel sowie weitere Namen von Opfern der Euthanasiemorde, der Verfolgung von Sinti und Roma, der Verfolgung von Homosexuellen sowie Widerstandskämpfern im Nationalsozialismus aus der Stadt und...
Sankt Wendel: Denkmal "Wider das Vergessen" für NS-OpferSankt Wendel: Erinnerungsort Eugen-Berl-Platz
Insgesamt erinnern seit 2014 sieben Plätze an jüdische Einwohnerinnen und Einwohner aus dem St. Wendeler Land, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Dazu gehört der nach Eugen Berl benannte Platz. Seine Familie musste Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung und Ermordung ertragen. Ehefrau Erna wurde in Auschwitz ermordet. Nur Sohn Fritz überlebte.
Sankt Wendel: Erinnerungsort Eugen-Berl-PlatzSankt Wendel: Erinnerungsort Gasthaus Keller
1830 fanden sich im Gasthaus Keller in St. Wendel Bürger der Stadt zu einem Stammtisch zusammen. Sie bildeten eine liberale Opposition im damaligen Herzogtum. Sie veranstalteten zeitgleich mit dem „Hambacher Fest“ ein Freiheitsfest auf dem Bosenberg in St. Wendel. In Folge dessen formierte sich in der Stadt Widerstand gegen den Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha.
Sankt Wendel: Erinnerungsort Gasthaus KellerSankt Wendel: Ort gegen das Vergessen
Seit Jahrhunderten lebten Jüdinnen und Juden im St. Wendeler Land. Sie waren angesehene Gemeindemitglieder. Sie gründeten Schulen, Synagogen und führten Geschäfte. Insgesamt erinnern seit 2014 sieben Plätze an jüdische Einwohnerinnen und Einwohner aus dem St. Wendeler Land, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden.
Sankt Wendel: Ort gegen das VergessenSiersburg: Gedenkort Gurs-Deportierte
Der 2017 von der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, der AG Stolpersteine Rehlingen-Siersburg und dem Aktionsbündnis für Toleranz und Menschlichkeit vor der Pfarrkirche St. Martin eingeweihte Gedenkort erinnert an die sechs Siersburgerinnen und Siersburger, die am 22.Oktober 1940 in das Lager Gurs verschleppt wurden.
Siersburg: Gedenkort Gurs-DeportierteSötern: Erinnerungsort Lotte-Koschelnik-Platz
Insgesamt erinnern seit 2014 sieben Plätze an jüdische Einwohnerinnen und Einwohner aus dem St. Wendeler Land, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Dazu zählt die dreizehnjährige Lotte Koschelnik aus Sötern. Sie floh 1940 mit Mutter und Bruder nach Berlin. Von dort wurde die Familie 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.
Sötern: Erinnerungsort Lotte-Koschelnik-PlatzTholey: Erinnerungsort Walter-Sender-Platz
Seit Jahrhunderten lebten Jüdinnen und Juden im St. Wendeler Land. Sie waren angesehene Gemeindemitglieder. Sie gründeten Schulen, Synagogen und führten Geschäfte. Insgesamt erinnern seit 2014 sieben Plätze an jüdische Einwohnerinnen und Einwohner aus dem St. Wendeler Land, die im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Der Rechtsanwalt Walter Sender war einer von...
Tholey: Erinnerungsort Walter-Sender-PlatzÜberherrn-Berus: Europadenkmal
Das Denkmal „Für die großen Europäer“ wird auch „Europadenkmal“ genannt. Es steht im Ortsteil Berus der Gemeinde Überherrn ist Aussichtspunkt über den Saargau und Wahrzeichen der Gemeinde Überherrn.
Überherrn-Berus: EuropadenkmalÜberherrn-Felsberg - Ehemalige Sendeanlage Radio Europe 1
Auf dem Felsberg im Saargau in der Nähe der Gemeinde Berus steht seit 1955 die Sendeanlage des privaten französischen Radiosenders Europe 1. Von dort aus wurde bis 2019 das Programm von Europe 1 weltweit ausgestrahlt. Das Gebäude folgt der Form einer Jakobsmuschel und ist durch sein Hängedach aus Spannbeton ein Zeugnis der das Saarland prägenden französischen Nachkriegsmoderne der...
Überherrn-Felsberg - Ehemalige Sendeanlage Radio Europe 1Völklingen: Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Die Völklinger Hütte wurde 1873 als Stahlwerk gegründet. 1881 übernahm die Saarbrücker Kaufmannsfamilie Röchling die seit 1879 brachliegende Anlage und betrieb sie als Eisenwerk. 1890 war die Völklinger Hütte der größte Hersteller von Eisenträger in Deutschland. 1986 wurde das Eisenwerk stillgelegt. 1994 wurde die Völklinger Hütte als erstes Industriedenkmal in die Liste der...
Völklingen: Weltkulturerbe Völklinger HütteWadgassen: Deutsches Zeitungsmuseum
Das Deutsche Zeitungsmuseum wurde 2004 im ehemaligen Abteihof der Prämonstratenser-Abtei St. Maria (1135-1792) in Wadgassen eröffnet. Die Abkürzung „DZM“ steht für das Leitbild des Hauses: Demokratie – Zeitgeschichte – Medien(kompetenz). Das Museum dokumentiert nicht nur die Entwicklung der Printmedien sowie die Geschichte der Presse- und Meinungsfreiheit anhand aussagekräftiger...
Wadgassen: Deutsches ZeitungsmuseumWadgassen: Gedenkort Spurker Friedhof
Der 2016 eingeweihte GEDENKORT SPURKER FRIEDHOF erinnert an die auf dem Friedhof des Wadgasser Ortsteil Spurk beigesetzten Toten der beiden Weltkriege. Darüber hinaus ist das Mahnmal Identifikationsort und dauerhafte Erinnerung an Unrecht, das Menschen weltweit zugefügt wurde und nach wie vor zugefügt wird.
Wadgassen: Gedenkort Spurker Friedhof